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| Die Venus von Frias |
Püntlich um halb elf holt uns Ronald, unser Fahrer in Lima (auch schon bei früheren Besuchen), am Hotel ab. Es geht zum oben genannten Museum.
Der Verkehr in lateinamerikanischen Metropolen ist nichts für schwache Nerven - selbst mal hier Auto fahren? Niemals!
Unsere Fahrt zum Museum sowie die Rückfahrt sind ein Abenteuer für sich: aus einer Fahrspur werden auch mal drei oder vier, spontane Spurwechsel gehören dazu, kreatives Überholen ebenfalls. Dazu kommen noch Motorräder und -roller, deren Fahrer scheinbar alle eine Ausbildung zum Stuntman gemacht haben. Und todesmutige Fußgänger, die in diesem Chaos die Straßenseiten wechseln. Als wäre das nocht nicht genug, wird auch noch permanent gehupt: laut von den Autofahrern, quäkend von den Zweirädern, trötend von Bussen und Lkw. Sie hupen, weil sie sich ärgern, weil sie ungeduldig sind, weil sie als Taxifahrer Fahrgäste suchen. Sie hupen - weil sie es können.
Plötzlich auf dem Mittelstreifen: ein Mensch in Vollmaskierung als Spiderman. Er überquert hinter uns die Straße. Ich frage unseren Fahrer, was das bedeutet. Ungerührte Antwort: "Der bettelt." Und tatsächlich, als ich mich umdrehen, sehe ich, wie er seine Hand in die offenen Autofenster hält.Der vollständige Name des Museums lautet "Museos Oro del Peru y Armas del Mundo". Ein Sammler hat nicht nur goldene Artefakte aus Peru, sondern auch Waffen aller Art und aus aller Welt zusammengetragen, die hier ausgestellt werden. Neben Karl-May-tauglichen Flinten finden sich Samurai-Rüstungen, Schwerter und Lanzen aller Art, Helme, Schilde, Kanonen, etc. Auch Erinnerungsstücke an die kubanische Revolution.
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| Eine Kalaschnikow aus Kuba |
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| Sieht ein bißchen aus wie Mykene, ist aber aus Peru |
Das, was heute an Werken aus Gold in Peru präsentiert wird, stammt überwiegend aus Gräbern. Das Gold der Tempel haben die Spanier abtransportiert - alleine aus dem Qorikancha, dem Sonnentempel in Cusco, sollen es mehrere tausend Tonnen gewesen sein. Für die Inka und ihre Vorfahren hatte das Gold keinen materiellen Wert, lediglich ideellen. Es waren die "Tränen der Sonne". Die Spanier sahen das anders und brachten geschätzt hunderte von Millionen Gegenstände daraus nach Spanien. Zumindest den Teil, der vorher nicht auf dem Meeresgrund landete oder Piraten in die Hände fiel.
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| Goldene Flasche mit zwei Ausgüssen |
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| Eine Tasche für Coca-Blätter |
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| Gut gesichert |
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| Federkrone der Chimu, einer Prä-Inka-Kultur |
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