Mittwoch, 7. Oktober 2026

Abspann


 

Wahlkampf 

Das wäre eher mein Ding gewesen
Die Kommunalwahlen in Peru waren am 4. Oktober. In Nazca hat "meine Partei" - also die, die mich für das Foto gekapert hat - nicht gewonnen, sondern wurde Vierter. Finde ich nicht schlimm. Die "Renovacion Popular Peru" steht, wie ich nachgelesen habe, für eine "ideología ultraconservadora y fundamentalista cristiana". Ich glaube, das muss ich nicht übersetzen. Ist auf jeden Fall nicht meine Linie. War trotzdem eine nette Begegegnung. 

 

 

 

Ruth 

Das Bild haben wir uns von ihrer Webseite geborgt
Ruth kennen wir seit unserem ersten Besuch in Peru. Sie hat mit ihrem kleinen Reisebüro Llama Tours
Peru
 schon 2013 unsere Ausflüge organisiert. Diesmal war es unsere Reise von Cusco über Nazca und Paracas bis Lima. Wir haben unsere Wünsche geäußert, sie hat uns Vorschläge gemacht, Tipps gegeben. Es war einiges an Hin und Her zwischen Neu-Isenburg und Cusco. Als alles klar war, hat sie die Busse und Hotels gebucht, ebenso wie die Ausflüge. Und während der Reise ihre schützende Hand über uns gehalten: wenn mal was mit dem Zimmer nicht stimmte, hat sie das Hotel überzeugt, uns ein besseres zu geben. Hat aus Cusco immer wieder nachgefragt, ob alles klappt. Nicht nur bei uns, auch bei den Guias. Uns über Verspätungen auf dem Laufenden gehalten. Und wahrscheinlich drei Kreuze gemacht, als wir endlich heil zu Hause waren  😀

Danke, Ruth! 

Otra vez?

Man soll niemals nie sagen. War das jetzt das letzte Mal Peru?  
Schön war's. Fast wie ein Familienbesuch. Und es gäbe wohl noch die eine oder andere Ecke zu entdecken. Auch die bekannten Ecken sind schön - Berge, Wüste, Dschungel. 
Und es sind 12 000 km Anreise. 


 

  

Freitag, 25. September 2026

Schlussakkord

Warten auf den Check-In in Bogota
Beinahe hätte sich unsere Rückreise bei "Tops und Flops" unter letzteren eingereiht. Wobei wir hier auf hohem Niveau jammern.

Dass wir für den Rückflug von Lima nach Frankfurt eine seeehr große Sicherheitsspanne für das Umsteigen in Bogota eingeplant hatten - geschenkt. Wir haben es einmal in Cusco mitbekommen, wie wegen einer Verspätung des Fluges nach Lima um uns herum Passagiere mit Anschlussflügen nach London oder Amsterdam zu schimpfen anfingen. Dann lieber ewig im ungemütlichen Teil von Bogotas Flughafen auf den Check-In warten. 

Dass der uns ursprünglich für die erste Teilstrecke zugeteilte Platz am Notausstieg und die damit verbundene Beinfreiheit dadurch wieder verloren ging, dass kurzfristig die Maschine getauscht wurde - geschenkt.   

Schlimmer war, dass ich mich zu spät um die Sitzplatzauswahl für die letzten 10 Stunden Flug nach Frankfurt gekümmert hatte. Wir mussten also nehmen, was übrig blieb. Das war dann einerseits positiv - wir erhalten einen qualitativen Upgrade, weil es die letzten beiden Plätze waren -, dafür liegen sie doch recht weit auseinander: Gabriele vorne rechts, ich vorne links. Zwischen uns die Bordküche. Null Sichtkontakt, keine Chance, miteinander auf die vergangenen Wochen anzustoßen. Ein Anruf beim Service-Desk bringt auch nichts, die Maschine ist ausgebucht.

Bei der Begrüßung durch den Flugbegleiter klagt Gabriele ihm ihr Leid - und der handelt. Die Mittelplätze belegen zwei Alleinreisende, denen es auf Nachfrage nichts ausmacht, die beiden Einzelplätze zu beziehen. Und wir können jetzt in unserer Suite den Heimflug in den "Love-Seats" händchenhaltend (zumindest hin und wieder) bei sehr freundlicher Betreuung durch die Flugbegleiterinnen genießen. Statt des befürchteten Flops also sogar noch ein luxuriöses Sahnehäubchen obendrauf!

Dass wir dadurch keinen Fensterplatz mehr haben, lässt sich verschmerzen. Über die beiden Bordkameras können wir alles sehen, was es zu sehen gibt. Während der überwiegenden Zeit: Wolken. 

Touchdown 



   

Mittwoch, 23. September 2026

Kirchen und Brunnen

Santa Rosa de Lima
Am letzten Tag geht es noch einmal in das historische Zentrum von Lima. 3 Kirchen stehen auf dem Programm, danach der Curcuit magico, ein Park mit illuminierten Brunnen bzw, Wasserspielen.

Die erste Kirche ist schon mal ein Flop: Santa Rosa de Lima ist wegen Renovierung geschlossen. Der Papstbesuch des "Papa Peruano" steht an.  Da wird noch alles mögliche auf Vordermann gebracht.

Dafür können wir die nächste Kirche, Santo Domingo, nebst Konvent ausführlich besichtigen, inklusive Turmbesteigung. Allerdings redet unsere Guya so schnell, dass wir nur wenig davon verstehen. 

Kachelwände in Santo Domingo
Blick vom Turm auf die Kathedrale
Die Bibliothek

Was uns überrascht: mit dieser Architektur und Ausstattung könnte die Kirche genauso in Südspanien stehen! Klar, die Spanier haben sie gebaut bzw. bauen lassen. Und haben dabei die z.B aus Sevilla bekannten maurischen Ornamente "inkulturiert". 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Schluss geht es noch nach San Francisco. Der Kirche. Auch hier sind größere Baumaßnahmen im Gange (Presslufthammer!), allerdings nur vor der Kirche. 

 

Innenansicht von St. Francisco

 

Unter dem Fußboden: Schädel und Knochen, ordentlich sortiert



Nach einer kurzen Trinkpause geht es dann weiter zum Parque de la Reserva mit seinen illuminierten Brunnen 

 

Nur nicht vom Weg abweichen!


  
 
 
 
Der Heimweg zieht sich: wir müssen in Richtung Pazifik, nach Miraflores. Am Strand findet heute Abend ein Robbie Williams-Konzert statt. Entsprechend voll ist es. Bei der Fahrt entdecken wir ein ähnliches Bussystem wie in Bogota: eigene Fahrspuren, Haltestellen in der Mitte, Zugang über Brücken. Hier heißt es "Metropolitano", und laut Ronald ist es tatsächlich einen "Kopie" des Bussystems Metrolinea in der kolumbianischen Metropole 


 

Fast vergessen: es sind bald Kommunalwahlen

 



Wellenrauschen

Ein Besuch am Pazifikstrand gehört einfach dazu. Der Weg dorthin ist nicht weit - aber laut. Nicht nur der übliche Autoverkehr und das Hupen sorgen für die Lärmkulisse, überall sind Presslufthämmer zu hören. Ein Restaurant wird im laufenden Betrieb umgebaut - mit dem Presslufthammer. Eine Straße wird saniert, während der Autoverkehr weiterläuft - es dröhnt der Presslufthammer. Ein Bürogebäude, hinter Planen verborgen, wird .... was auch immer, aber mit dem Presslufthammer.

Leider kein Zugang
Am Strand dann eine kleine Entäuschung: "Unser" kleines Kap wird gerade mit einer neuen Aussichtsplattform verschönert. Kein Zugang. "Hombres trabajando". Überraschenderweise ist hier kein Presslufthammer im Einsatz, sondern ein echter Hammer!

Es geht auch ohne Pressluft!

 


Wir müssen uns also zwischen Baustelle und Straße durchschlängeln, um ein Plätzchen am Strand zum Genießen der Wellen zu finden.

Pazifik von rechts, mit der Sonne

Pazifik von links, gegen die Sonne

 

 

 

Und noch mal frontal. Leider ohne Ton.