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| Der alte Aussichtsturm "Torre Maria Reiche" |
Deswegen sind wir hierher gekommen: wegen der legendären Linien von Nazca.
Um 8:30 Uhr holt uns unser Guide César León im Hotel ab. Wir fahren zunächst auf der Panamericana ein ganzes Stück aus der Stadt Nazca heraus. Die Landschaft ist ziemlich plan, umrandet von Bergen. Dazwischen einige rostrote Hügel - wie geschaffen für einen Raumflughafen!
Ich erinnere mich, dass ich mit 10, 12 Jahren den damaligen Bestseller "Erinnerungen an die Zukunft" von Erich von Däniken gelesen und das erste Mal von den Nazca-Linien gehört hatte. Er interpretierte sie als Landebahnen für Außerirdische, einige Darstellungen von Personen in zeremonieller Kleidung als Astronauten. Als Knirps und Perry-Rhodan-Leser war ich von seinen Ideen begeistert.
Erster Programmpunkt ist der Besuch des Museums Maria Reiche. Dieses besteht im Wesentlichen aus dem im Original erhaltenen Haus der Forscherin nebst Einrichtung und Original-Fahrzeug - mittlerweile allerdings mit platten Reifen. Außerdem Originalskizzen, Arbeitswerkzeuge, etc.
Der Kassierer im Museum vergeicht mich mit .... ich verstehe es nicht, es geht mal wieder um meine Größe und meine Haare. Als ich später im Auto bei César nachfrage, erklärt er mir: "Hulk Hogan incognito ohne Schnurrbart". Der Wrestler, nicht das grüne Monster. Aber den Namen gesprochen wie geschrieben, mit spanischem Akzent. Daher die Verwirrung.
Bei uns ist es etwas so: Edgar ist der "Fachmann" für Antikes, für alte Kulturen und Mythen, für Trümmer aller Art. In all unseren Jahren bin ich häufig mitgetrottet und habe mich dann doch anstecken lassen von der Begeisterung.
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| Mit César im Museum Maria Reiche |
Ich wusste nur ungefähr, was mich bei den Nazca-Linien erwartet. Und wieder einmal hat es mich förmlich weg gerissen: die teilweise mehr als zweitausend Jahre alten Bilder, exakt in den steinigen Boden gekratzt, voller Ausdruck und Schönheit. Und die Geschichte um die deutsche Forscherin Maria Reiche, die hier hoch verehrt wird. Die im vergangenen Jahrhundert für die Nasca-Linien brannte. Die alle Linien (!) mit dem Besen frei gekehrt hat, um sie sichtbar zu machen - das hat mir die Sprache verschlagen.
Unsere Welt bietet immer wieder Überraschungen!
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| Maria Reiches Arbeitszimmer ... |
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| ... mit Bett |
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| Ihr VW-Bus, Nachfolger ihres VW-Käfer |
Danach geht es weiter bzw. zurück zu einem Aussichtsturm, von dem aus wir dann einen Blick auf einige der Linien werfen können.
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| Karte mit Turm und Geoglyphen |
Über uns kreist eines der Flugzeuge, mit denen man die Scharrbilder aus der Vogelperspektive betrachten kann. Uns reicht die "Giraffenperspektive", um ausreichend beeindruckt zu sein. César erzählt uns ungefragt, dass das kürzlich abgestürzte Flugzeug aus Paracas kam. "Einem Flieger aus Nazca passiert das nicht". Wir waren uns von Anfang an einig, dass wir die Bilder und Linien aus der Nähe "erleben" wollten.
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| Die Eidechse |
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Die Hände. Interessanterweise mit 9 Fingern: Maria Reiche hatte nach einer Infektion einen verloren. |
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| Der Baum |
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Die Nazca-Katze war durch Erosion schon fast verschwunden, bevor sie 2020 wiederentdeckt wurde |
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Beim Bau der Panamericana wurde auf die Linien nicht geachtet. Sie geht schnurgerade hindurch. |