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| Licht und Schatten |
👍 Ein junger Mann läuft in Cusco hinter uns her und ruft: "Señora, Señora!" Ich bin irritiert und etwas erschrocken. Er hält mir lachend das Etui meiner Sonnenbrille hin - es war aus meiner Tasche gerutscht. Und das, wo man angeblich in Südamerika an jeder Ecke überfallen und beklaut wird!
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👎 Wir haben bei Flavio und Maria gut und reichlich zu Mittag gegessen. Also: am Abend gibt's nur eine Kleinigkeit, eine Empanada oder einen Hamburger. Wir wählen das kleine Lokal ganz nah bei unserem Hotel. "Ja, klar haben wir Hamburger!". Die stehen nicht in der Karte, aber man versichert uns, dass man uns Hamburger zubereiten werde. Was nach einer gefühlten Ewigkeit kommt, ist die jammervollste Interpretation eines Hamburgers und zugleich das miserabelste Essen, das wir in Perú je vorgesetzt bekamen: ein großes trockenes Brötchen, eine dünne Scheibe Hackfleisch, bretthart und voller Sehnen und Flechsen, zwei traurige kleine Tomatenscheiben, ein paar matschige Pommes. Gewürz? Soßen? Fehlanzeige. Ich kann noch nicht mal ein Viertel davon essen. Das sage ich auch dem Kellner, er drückt sein Bedauern aus.
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👍 Zunächst wirkt der Rezeptionist in unserem Hotel in Cusco professionell freundlich, aber etwas distanziert. Von Tag zu Tag taut er mehr auf. Findet es toll, dass wir zum Spanischkurs gehen. Streut ab und zu ein paar deutsche Worte ein und freut sich, wenn wir uns freuen. Am Abend vor unserer Abreise meint er, er würde uns sehr vermissen, er hätte uns fest in sein Herz geschlossen. Zum Andenken schenkt er uns einen Magnet-Sticker. Und es kommt zu einer Umarmung. Tags darauf hat er morgens immer noch oder schon wieder Dienst: Abschied / die Zweite. Wieder herzlich, wieder emotional. Als wir nachmittags im Innenhof aufs Taxi zur Bus-Station warten, hat er Dienstschluss. Abschied / die Dritte. Er kommt zu uns in den Patio und bekräftigt erneut, dass wir in seinem Herzen bleiben würden.
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👎 Wir freuen uns auf unser Hotel in Paracas, das wir schon aus dem Jahr 2015 kennen. Damals hatten wir ein großzügiges, schönes Zimmer. Dieses Jahr? Fehlanzeige. Dass das Zimmer winzig ist: geschenkt. Aber dass es vernachlässigt wirkt und einiges nicht funktioniert, frustriert uns ziemlich.
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👍 Die Rettung: Ruth, unsere Reiseagentin aus Cusco, die die Reise für uns organisiert, reagiert sofort auf meine WhatsApp-Mitteilung. Sie gibt die Anweisung (!), dass man uns ein anderes Zimmer anbieten möge, und: wir ziehen nochmal um in ein anderes Nebengebäude. Es wirkt, als gehöre das Zimmer zu einem anderen Hotel (vielleicht renovieren sie Trakt für Trakt, wer weiß?): frisch, hell, großzügiger und vor allem: alles funktioniert, wie es soll. Danke, Ruth!
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👍 Einer der Hauptgründe, warum wir gerne wieder in das Hotel Emancipador hier in Paracas (das uns zunächst so enttäuschte, s.o.) wollten, war das Frühstück: es gab immer frittierten Fisch und reife, frische Ananas. Zusammen mit gehobelten Zwiebeln eine für unsere Gewohnheiten eher ungewöhnliche Kombination. Zum Frühstück. Und sooo gut! Heute, Sonntag, gibt es Pejerrey, eine Sorte, die hier überwiegend Grundlage für das Ceviche ist. Leider erklärt Wikipedia, dass diese Sorte Fisch nur in Südamerika, die gesamte Familie entlang des amerikanischen Kontinents vorkommt.


























































